Pre-Conference Workshops

Workshops bieten ein offenes Forum für Kurzpräsentationen, Diskussionen oder gemeinsames Arbeiten zu einem bestimmten Thema. Die Organisation der Beiträge für einen Workshop von der Einladung bis zur Auswahl liegt bei den Organisierenden eines Workshops. Vor der eigentlichen Tagung findet am Sonntag, 24. Februar 2019, ein Workshop-Tag am Campus Unteres Schloss der Universität Siegen statt. Die Ergebnisse der Workshops werden beim Konferenz-Dinner präsentiert und als Proceedings im Tagungsband veröffentlicht.

Im Rahmen der Wi 2019 finden folgende Workshops statt. Bitte beachten Sie die jeweiligen Einreichungsfristen und Informationen auf den Webseiten der Workshops. Beim Kauf des Konferenztickets melden Sie sich bitte zusätzlich zum Workshop-Tag (Teilnahmegebühr 50,- Euro) an. Für alle Workshops können sich Interessierte, die keinen Beitrag zum Workshop eingereicht haben, ebenfalls anmelden, bei Zahlung mit Kreditkarte auch noch am 24.02.2019.

Übersicht über die Pre-Conference Workshops bei der WI2019

Ethik und Moral in der Wirtschaftsinformatik (EMoWI)

Organisation

Jens Gulden, Alexander Bock (Universität Duisburg-Essen), Sergio España Cubillo (Universiteit Utrecht)

Ort/Raum: Ludwig-Wittgenstein-Haus / US-F 308
Datum/Uhrzeit: Sonntag, 24.02.2019 | 09:00 – 18:00 Uhr

Website

https://www.wi-inf.uni-due.de/EMoWI19/

Call for Papers

https://www.wi-inf.uni-due.de/EMoWI19/download/CfP-EMoWI19.pdf

Abstract

Ethik im Allgemeinen bezeichnet den Teilbereich der Philosophie, der nach Kant über die philosophische Grundfrage „Was soll ich tun?“ reflektiert, in Abgrenzung zu den drei anderen Grundfragen „Was kann ich wissen?“, „Was darf ich hoffen?“ und „Was ist der Mensch?“. „Was soll ich als Wirtschaftsinformatiker tun?“ ist damit die Grundfrage, mit der sich ein Themenbereich „Ethik der Wirtschaftsinformatik“ auseinandersetzt. Als Frage mit dezidiert philosophischem Anspruch betrifft diese nicht nur situationsspezifische Einzelurteile über angemessenes Handeln in der Wirtschaftsinformatik. Die Frage kann auch auf einer höheren Abstraktionsebene gestellt werden, welche die Reflexion über die methodischen Prinzipien unserer Disziplin mit philosophischer Distanz gestattet. Beispielsweise können fachliche Grundprinzipien und -konzepte der WI in Bezug zu übergreifenden Konzepten des  menschlichen Lebens gesetzt werden. So können Begriffe wie Prozesse, Architekturen, Entscheidungsmodelle, Algorithmen und organisationale Regeln vor dem Hintergrund von Begriffen wie Weltanschauung, Menschenwürde und Werten reflektiert werden. Der Workshop bietet ein Forum für Überlegungen dieser Art.

MobIS-Challenge für Studierende und Doktorandinnen/Doktoranden – Modellbasierte Compliance in Informationssystemen

Organisation

Peter Fettke, Constantin Houy, Jana Rebecca Rehse, Martin Scheid (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI GmbH) und Universität des Saarlandes)

Ort/Raum: Ludwig-Wittgenstein-Haus / US-D 207
Datum/Uhrzeit: Sonntag, 24.02.2019 | 14:00 – 18:00 Uhr

Website

https://bpm.dfki.de/mobis-challenge/

Abstract

Im Rahmen des Workshops sollen die Ergebnisse eines Wettbewerbs der GI-Fachgruppe MobIS für Studierende und Doktorandinnen/Doktoranden vorgestellt und diskutiert werden. Die Teilnehmenden erhalten im Vorfeld verschiedene Aufgabenstellungen im Kontext der Untersuchung und Sicherstellung von Compliance-Anforderungen von Geschäftsprozessen. Es steht den Teilnehmenden frei, vorhandene Werkzeuge des Geschäftsprozessmanagements (GPM) zu verwenden oder selbst entsprechende Programme zu entwickeln, die bei der Lösungserstellung unterstützen können. Auch für die Ergebnisdokumentation können beliebige Methoden des GPM eingesetzt werden. Aktuell ist es vorgesehen, den Teilnehmenden im Vorfeld des Workshops dokumentierte Compliance-Regeln sowie Prozesslogdaten zur tatsächlichen Ausführung von Prozessen in einer Organisation zur Verfügung zu stellen. Die Teilnehmenden sollen dann mithilfe von IT-Werkzeugen ihrer Wahl (z. B. Process-Mining-Werkzeuge, R-Skripte oder auch Python-Programme) die Prozesslogdaten analysieren und entsprechende Compliance-Verstöße sowie problematische Vorkommnisse identifizieren und Vorschläge zur Sicherstellung der Konformität von zukünftigen Ist-Prozessen liefern. Die Wettbewerbsbeiträge werden anhand der gewählten Methode zur Lösung der Aufgabenstellung betrachtet und miteinander verglichen.

A Critical View on Smart Cities: Engaging Further Stakeholders

Organisation

Konstantin Aal, Tanja Ertl, Peter Tolmie, David Unbehaun, Anne Weibert, Victoria Wenzelmann, Volker Wulf (Universität Siegen), Clara Mancini (The Open University, Milton Keynes)

Ort/Raum: Ludwig-Wittgenstein-Haus / US-E 111
Datum/Uhrzeit: Sonntag, 24.02.2019 | 14:00 – 18:00 Uhr

Website

http://smartcities.vision

Abstract

Over the past several decades the concept of smart cities has gained a lot of attention amongst researchers, the media, governments, civic groups and citizens. There is evidence that innovations have a more positive impact when they stimulate the development of cities and create a space for a broad variety of participants to engage in this development process. In this workshop, we take a critical view on the idea of smart cities by broadening participation to stakeholders who are still excluded from the concept of smart cities, such as wildlife and nature, but also people who are culturally diverse (e.g. migrants) or neurodiverse (e.g. people living with autism or dementia), who are left behind in the whole digitization process. One of the expected outcomes of the workshop is the development of a holistic smart city concept involving currently excluded stakeholders.

Mitarbeiter von morgen

Organisation

Uwe Neuhaus, Hinrich Schröder, Michael Schulz (NORDAKADEMIE Hochschule der Wirtschaft,  Elmshorn)

Ort/Raum: Ludwig-Wittgenstein-Haus / US-F 103
Datum/Uhrzeit: Sonntag, 24.02.2019 | 09:00 – 13:00 Uhr

Website

http://www.nordakademie.de/ws-wi2019

Abstract

Der Workshop beschäftigt sich mit der Frage, welche Kompetenzen und Fähigkeiten die „Mitarbeiter von morgen“ in der digitalen Transformation, speziell im Bereich Business Analytics, aufweisen müssen und wie diese erlangt werden können. Workshopteilnehmer vertreten jeweils eine der folgenden drei Gruppen (1) Unternehmen, die unter dem Druck des Fachkräftemangels und dem steigenden Grad der Digitalisierung auf der Suche nach geeignetem Personal sind, (2) aktuell oder zukünftig im Umfeld der Business Analytics tätige Personen, die eine den Anforderungen entsprechende Ausbildung benötigen, sowie (3) Lehrstätten, also allgemein- und berufsbildende Schulen, Weiterbildungseinrichtungen und vor allem Hochschulen. Den Teilnehmern werden im Vorwege des Workshops vorbereitende Leitfragen zur Verfügung gestellt. Als Arbeitsziel ist das Diskutieren von gemeinsamen und unterschiedlichen Sichtweisen, sowie das Ableiten von Handlungsempfehlungen zu sehen.

Identifikation digitaler Potentiale im Informationsmanagement – Konzepte und Methoden

Organisation

Stefan Koch, Manuel Mühlburger (Johannes Kepler Universität Linz), René Riedl (University of Applied Sciences Upper Austria)

Ort/Raum: Ludwig-Wittgenstein-Haus / US-D 109
Datum/Uhrzeit: Sonntag, 24.02.2019 | 09:00 – 18:00 Uhr

Website

https://idpi.ie.jku.at

Abstract

Mit dem zunehmenden Verständniswandel des Informationsmanagements von einer unterstützenden hin zu einer gestaltende n Funktion folgt die Anforderung an das Feld und die Praktiker diesen Gestaltungsspielraum zu nutzen. Bestehende Blickwinkel und Methoden des Informationsmanagements sind stark auf die organisatorische Einbindung und Nutzung von Informationstechnologie im Rahmen von Geschäftsstrategien oder Managementstrukturen sowie auf Projektumsetzung fokussiert. Während diese klassischen Aufgaben und Tätigkeiten keineswegs an Bedeutung verlieren, wächst die Notwendigkeit für Organisationen, neue Technologiepotentiale frühzeitig zu identifizieren und insbesondere auch durch Strategie- und Organisationsänderungen optimal zu nutzen, beständig an. Eine zusätzliche Perspektive auf das Konzept des Informationsmanagements, welche versucht, Organisationen in eine digitale Welt zu integrieren, anstatt bloß digitale Technologien in Organisationen zu verankern, kann einen Mehrwert für Forschung und Praxis gleichermaßen darstellen. Dieser Workshop bietet einen Rahmen, um den möglichen Mehrwert einer derartig potentialzentrierten Sichtweise sowie die zugehörigen Konzepte und Methoden zu diskutieren.

Systemische Risiken in weltweiten Netzen

Organisation

Ingo J. Timm, Fabian Lorig (Universität Trier), Peter Mertens (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)

Ort/Raum: Ludwig-Wittgenstein-Haus / US-F 304
Datum/Uhrzeit: Sonntag, 24.02.2019 | 09:00 – 18:00 Uhr

Website

http://systemische-risiken.uni-trier.de

Abstract

Der Workshop soll Forscherinnen und Forscher zusammenbringen, die sich mit systemischen Risiken in weltweiten Netzen beschäftigen, so dass ein gemeinsames Verständnis der Herausforderungen und eine Wahrnehmung unterschiedlicher Methodenansätze geschaffen werden. Gegenwärtig sind weltweite Netze durch einen Bedarfssog und einen Technologiedruck herausgefordert: Der Bedarfssog entsteht durch das

Bestreben der Unternehmen, in der sog. globalisierten Welt Unterschiede in den Rahmenbedingungen auszunutzen, wie wachsende Absatzchancen, niedrige Personalkosten oder steuerliche Konditionen. Andererseits wird durch die Erhöhung des Leistungs-Kosten-Verhältnisses der IT-Systeme ein hoher Technologiedruck erzeugt, da anspruchsvolle Planungs- und Dispositionsalgorithmen nun in Echtzeit berechenbar werden und sich so eine völlig neue Dynamik in den Netzwerken abzeichnet. Mit weltweiten Netzen gehen aber auch systemische Risiken einher, die sich auf die Stabilität des Gesamtsystems auswirken, z.B. Flashcrash im Hochfrequenzhandel, Produktionsausfall in industriellen Liefernetzen oder Blackout in Energienetzen. Weltweite miteinander verbundene Netze entscheiden zunehmend darüber, ob Unternehmen wettbewerbsfähig sind.

Digitaler Konsum: Herausforderung und Chancen der Verbraucherinformatik

Organisation

Dr. Christian Bala (Verbraucherforschung NRW), Dr. Alexander Boden (Fraunhofer Institut für Angewandte Informationstechnik FIT, Sankt Augustin), Prof. Dr. Jorge Gomez (Universität Oldenburg), Gunnar Stevens (Universität Siegen/Hochschule Bonn-Rhein-Sieg), Dr. Lars Winterberg (Universität Regensburg)

Ort/Raum: Ludwig-Wittgenstein-Haus / US-D 312

Datum/Uhrzeit: Sonntag, 24.02.2019 | 09:00 – 18:00 Uhr

Website

https://www.verbraucherinformatik.de

Hinweis

Die angenommenen Beiträge sollen auf Basis der Workshopdiskussionen überarbeitet und als Special Issue im International Reports on Socio-Informatics (IRSI) veröffentlicht werden.

Abstract

Die Durchdringung der Gesellschaft mit IT-Artefakten führt nicht nur zu Veränderungen in der Arbeitswelt („Industrie 4.0“), sondern auch zu einem Wandel in Privathaushalten, etwa im Bereich der Digitalisierung von Verbraucherpraktiken. Dabei werden vor allem die klassischen Konsumfelder Ernährung, Wohnen und Mobilität zunehmend von „smarten“ digitalen Services und Geräten durchdrungen: der Onlinehandel spielt eine zunehmende Rolle beim privaten Einkaufen und Wirtschaften, Shareconomy Plattformen erlauben neue Formen der Prosumption, und KI & Big Data führen zu immer stärker individualisierten und personalisierten Produkten und Services. Für den Verbraucher eröffnet dies neue Erlebniswelten und vereinfacht den Konsum. Gleichzeitig stellen sich dabei auch eine Reihe von Fragen etwa nach dem Datenschutz und der digitalen Souveränität des Verbrauchers, dem Digital Divide bei der Nutzung solcher Dienste, sowie der Nachhaltigkeit digital ermöglichter Verbrauchspraktiken auf den Ebenen Gesellschaft, Ökonomie und Ökologie, die nur im Rahmen eines transdisziplinären Ansatzes gewürdigt werden können.

Der Workshop dient dazu, die AkteurInnen in diesem neuen Feld der Wirtschaftsinformatik zu vernetzen. Das Ziel wird es dabei vor allem sein, eine gemeinsame Forschungsagenda für die Verbraucherinformatik zu entwickeln. Dabei sollen vor allem auch NachwuchswissenschaftlerInnen zu Wort kommen und Gelegenheit erhalten, ihre Forschungsarbeiten vorzustellen und zu diskutieren.

Fourth Workshop on IS Design and Economic Behavior (ISDEB 2019)

Organisation

Stefan Feuerriegel (ETH Zurich, Switzerland), Markus Weinmann (Universität Liechtenstein, Liechtenstein)

Ort/Raum: Ludwig-Wittgenstein-Haus / US-D 321

Datum/Uhrzeit: Sonntag, 24.02.2019 | 09:00 – 13:00 Uhr

Website

https://blogs.uni-paderborn.de/econ-of-is-dach/

Abstract

This ISDEB workshop series provides a forum for IS researchers interested in the microeconomic foundation of IS and the design of economic mechanisms and respective Internet-based systems. Topics of interest include, but are not limited to the design and economic analysis of auctions markets, matching markets, coordination, platforms, reputation mechanisms, crowd sourcing platforms, crowd funding platforms, sharing platforms, incentive systems, policy measures for digital markets.